Die Diersburger jüdische Gemeinde 1738–1940
Eine Spurensuche anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur
Im Hohberger Ortsteil Diersburg bestand von 1738 bis 1940 über zwei Jahrhunderte hinweg eine lebendige jüdische Gemeinde. Ihre Geschichte endete mit der Verschleppung ihrer Mitglieder am 22. Oktober 1940 in das südwestfranzösische Internierungslager Gurs.
Anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur lädt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim am 6. September um 14 Uhr zu einer Führung durch Diersburg ein. Unter dem Titel „Die Diersburger jüdische Gemeinde 1738–1940 – eine Spurensuche“ führt Bernd Rottenecker, Vorstandsmitglied des Fördervereins, zu den historischen Stätten jüdischen Lebens in Diersburg.
Ein Schwerpunkt des Rundgangs ist die sogenannte „Judenstadt“, das einstige Zentrum des jüdischen Lebens im ehemals reichsritterschaftlichen Dorf Diersburg. Hier befanden sich unter anderem die Synagoge und die jüdische Schule. Obwohl ein Großbrand vor vier Jahren sechs ehemalige Wohnhäuser in der „Judenstadt“ zerstörte, sind in Diersburg noch zahlreiche Spuren jüdischen Lebens erhalten. Dazu zählt insbesondere der jüdische Friedhof mit seinen rund 250 Grabstätten, an der Bachstraße erinnert ein Gedenkstein an die ehemalige Mikwe, dem Ritualbad der jüdischen Gemeinde.
Treffpunkt ist der Hofeingang des Anwesens der Familie Roeder von Diersburg, Philippshof, an der Kreisstraße 20. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen. Teilnahme ist frei, Spenden werden erbeten.
Kippenheim
Ehemalige Synagoge Kippenheim
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